Unser Studio erhielt 2017 den Auftrag zur Sanierung des Császár–Komjádi Sportbads, das im selben Jahr als Trainingsstätte für die FINA-Weltmeisterschaften in den Disziplinen Schwimmen, Wasserball, Wasserspringen, Synchronschwimmen und Freiwasser diente. Das ursprünglich 1976 eröffnete Bad mit seinen markanten, gewölbten Hallen wurde von Zoltán Kelecsényi entworfen. Über fast vier Jahrzehnte hinweg erfolgte keine umfassende Modernisierung, sodass die inzwischen untragbaren baulichen Zustände eine vollständige bauliche und funktionale Erneuerung erforderlich machten.
Unser Auftrag umfasste die Generalplanung sowie die architektonische und innenarchitektonische Gestaltung. Neben dem Austausch beschädigter und verschlissener Oberflächen planten wir die Erneuerung des Foyers, der Besucherbereiche und der Schwimmhalle. Ziel war es, die charakteristische Form und Identität des Gebäudes zu bewahren und gleichzeitig zeitgemäße, gut funktionierende Innenräume zu schaffen. Die Orientierung im Gebäude sollte verbessert werden, und die Räume sollten sowohl den Bedürfnissen von Freizeitschwimmern als auch den Anforderungen professioneller Athleten gerecht werden. Durch die Sanierung wurde es möglich, dass Wettkampfsportler das Bad bei Bedarf vollständig getrennt und parallel nutzen können.
Im Zuge der Rekonstruktion wurde das Komjádi-Bad umfassend modernisiert. Die denkmalgeschützte Fassade erhielt eine Wärmedämmung, die veralteten Fenster wurden durch moderne Aluminiumkonstruktionen ersetzt, und das Gebäude wurde barrierefrei gestaltet. Die Nutzungsströme von Kindern, Teams und Publikum wurden klar getrennt, und moderne Umkleiden sowie Sanitärbereiche geschaffen. Die für den Betrieb notwendigen Büros, Eingangsbereiche und Ticketzonen erhielten neue Oberflächen und ein aktualisiertes Leitsystem.
Das Wettkampfbecken wurde auf die vorgeschriebene Größe erweitert, neue Beläge und Tribünenbänke installiert, und die Startblöcke durch regelkonforme Modelle ersetzt. Ein neues Zeitmess- und Anzeigesystem wurde integriert, ergänzt durch die Einrichtung eines Dopingkontrollraums und eines Erste-Hilfe-Bereichs gemäß den internationalen Vorgaben. Die zuvor funktionsunfähige Tonnengewölbekonstruktion über dem Becken wurde instand gesetzt und wieder vollständig öffenbar gemacht. Zudem wurde die abgenutzte Sonnenterrasse erneuert und ein begrünter Innenhof geschaffen, der direkt an das Foyer anschließt. Das gesamte Gebäude erhielt neue haustechnische und elektrotechnische Anlagen.
Vor dem Gebäude entstand ein neuer Parkplatz mit ergänzenden Grünflächen sowie zusätzliche Fahrradabstellplätze. Insgesamt steht nun ein Sportbad zur Verfügung, das den Anforderungen des 21. Jahrhunderts entspricht und sowohl Freizeit- als auch Leistungssportler auf zeitgemäßem Niveau empfängt.








